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Grundstücksrecht – das müssen Sie beachten

Sie besitzen ein Grundstück oder möchten eines kaufen? Achten Sie darauf, dass dieses richtig vermessen wird. Fehler in der Vermessung sind nämlich das häufigste Problem, das im Grundstücksrecht auftaucht. Richtet man sich mit seinem Problem an das Grundbuchamt, erhält man meist eine Antwort, die einem nicht gefällt. Informieren Sie sich vor einem Grundstückskauf, welche Rechte Sie als Grundstücksbesitzer haben. Stellen Sie sich zum Beispiel Fragen wie: Welche Rechte habe ich, das Grundstück neu vermessen zu lassen? Ist eine Änderung beim Grundbuchamt oder Katasteramt kostenfrei? Ich, Rechtsanwalt Steffen Radlbeck, helfe Ihnen gerne bei Fragen zum Grundstücksrecht und unterstütze Sie bei einem Rechtsstreit. 

Was ist das Grundstücksrecht?

Um zu verstehen, was das Grundstücksrecht ist, muss man sich im Vorfeld den Begriff Grundstück begreiflich machen. Ein Grundstück ist in Deutschland ein räumlich abgegrenzter Teil der Grundstücksoberfläche. Dieser wird im Grundbuch vermerkt und rechtlich eingetragen. Der Begriff des Grundstücks ist in Deutschland jedoch keine Legaldefinition und wird eher umgangssprachlich verwendet. Im juristischen Bereich wird er dennoch als bekannt und klar definiert vorausgesetzt. Im bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) wird deshalb auch nicht näher auf den Begriff eingegangen. Dort wird die Grundbuchordnung behandelt, woraus sich der Begriff Grundstück erklärt. 

 

Das Grundstücksrecht definiert somit alle Rechtsnormen, die die Begriffsdefinition des Grundstücks untermauern und diese erklären. So befasst sich dieses Recht auch damit, dass ein Grundstück nicht gezwungenermaßen ein Flurstück sein muss. Besteht ein Flurstück, kann dieses wiederum in einzelne Grundstücke aufgeteilt werden. Außerdem können mehrere kleine Grundstücke zu einem großen Grundstück zusammengeführt werden, natürlich unter Zustimmung aller Eigentümer und Verkäufer.

Das Grundstücks- und Nachbarrecht

Die Rechtsbeziehungen eines Grundstückseigentümers zu seinen Nachbarn regelt unter anderem das Grundstücks- und Nachbarrecht. Im Grundgesetzbuch Art. 14 ist das Eigentum geschützt. Das bedeutet aber nicht, dass der Eigentümer mit seinem Grundstück alles machen darf, was er will. Gehen von einem angrenzenden Grundstück „unwägbare Stoffe“, wie unangenehme Gerüche, Wärme oder Erschütterungen aus, kann der Nachbar eine Unterlassung verlangen. Der Nachbar muss dadurch aber stark beeinträchtigt sein. 

 

Das Nachbarrecht unterteilt sich in zwei verschiedene Rechtsgebiete:

  1. Das Zivilrecht
  2. Das Verwaltungsrecht

 

Der Großteil der Streitereien muss durch das Zivilrecht geregelt werden. Findet eine juristische Schlichtung statt, befasst man sich mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Nachbarschaftsrecht des jeweiligen Bundeslandes. Vor einem Klageverfahren verlangt das Gericht oft ein sogenanntes Schlichtungsverfahren oder Mediationsverfahren. In beiden Fällen ist es ratsam, einen Anwalt für Nachbarrecht zurate zu ziehen. 

 

Geht es jedoch um verwaltungsrechtliche Angelegenheiten, wird die Verwaltungsbehörde mit dem Fall beauftragt. Anklagen dürfen hier nur von unmittelbaren Nachbarn gemacht werden. Solche Fälle bilden jedoch die Ausnahme und müssen auch nicht durch einen externen Anwalt vertreten werden. Hier ermitteln die Richter des Verwaltungsgerichts von Amts wegen.