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Ist das Vorkaufsrecht wichtig bei Grundstücksverträgen?

Das Vorkaufsrecht beschreibt eine bestimmte Regelung, die eintreffen kann, wenn ein Grundstück an jemanden verkauft werden soll. Beim Vorkaufsrecht kann zugunsten einer Person das Grundstück zu den vereinbarten Konditionen übertragen werden. Das Vorkaufsrecht ist also von großer Wichtigkeit, bevor Sie einen Grundstücksvertrag abschließen. Holen Sie sich Unterstützung von mir, der Kanzlei Rechtsanwalt Steffen Radlbeck in Berlin. Ich helfe Ihnen gerne weiter und berate Sie im Immobilienrecht.

Was ist das Vorkaufsrecht?

Beim Vorkaufsrecht handelt es sich um ein dokumentiertes Kaufinteresse für eine Sache, ein Grundstück oder eine Immobilie. Meist wird solch eine Regelung im Grundbuch verzeichnet und erfolgt ausschließlich über einen Notar. Zu unterscheiden sind unterschiedliche Formen des Vorkaufsrechts.

  1. Das schuldrechtliche Vorkaufsrecht:

    Dieses Recht bezieht sich auf bewegliche Gegenstände. So können Dinge, die nicht im Grundbuch eingetragen sind, veräußert werden. Solch ein Recht tritt zum Beispiel bei Erbengemeinschaften in Kraft.

  2. Das dingliche Vorkaufsrecht:

    Dieses Recht bezieht sich auf Grundstücke und Immobilien. Ein Vorkaufsrecht ist zwingend im Grundbuch eingetragen und sperrt so einen Weiterverkauf. Ein solches Recht tritt oft bei Familienangehörigen auf.

  3. Das öffentlich-rechtliche Vorkaufsrecht:

    Dieses Recht bezieht sich auf Flächen. Diese sind Kommunen vorbehalten. Solch ein Recht tritt auf, wenn eine Gemeinde z.B. ein Einkaufszentrum bauen möchte – zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Wann gilt ein Vorkaufsrecht?

Oft kommt es vor, dass Mieter oder Kommunen den Vorrang für den Kauf einer Wohnung oder einer Fläche haben. Dies ist nur gültig, wenn es mittels eines Notars festgesetzt wurde. Die jeweilige Seite mit dem Vorkaufsrecht schlüpft bei einem Verkauf in die Rolle des Käufers, wenn betreffendes Objekt oder ähnliches an einen Dritten verkauft werden soll. Der Kaufvertrag muss dann zu den gleichen Konditionen wie bei Dritten abgeschlossen werden.

Wann hat ein Mieter das Vorkaufsrecht?

Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, die das erste Mal als Eigentum verkauft wird, haben Sie das Vorkaufsrecht. Bei einem Verkauf haben Sie als Mieter zwei Monate Zeit, um sich zu überlegen, ob Sie die Wohnung zu den besprochenen Konditionen kaufen möchten. Geht die Wohnung jedoch an einen Familienangehörigen oder wird verschenkt, greift das Vorkaufsrecht nicht.

Wann erlischt ein Vorkaufsrecht?

Zuerst ist zu sagen, dass Schenkungen, Tauschgeschäfte oder Übertragungen von einem Vorkaufsrecht ausgeschlossen sind. Solch ein Recht tritt nur in Kraft, wenn der Eigentümer Gegenstände, Immobilien oder Grundstücke verkauft. Eine Aufhebung oder Einigung kann dazu führen, dass ein Vorkaufsrecht nichtig wird. Auch wenn der Eigentümer keinen Kaufvertrag abwickelt, sondern z.B. einen Übertragungsvertrag, gibt es kein Vorkaufsrecht. Beim Tod des im Grundbuch eingetragenen Menschen mit Vorkaufsrecht erlischt dieses und kann nicht vererbt werden. Außerdem verjährt ein vertragliches Vorkaufsrecht, wenn zehn Jahre nach Eintragung des Eigentümers kein Anspruch erhoben wurde. Bei einem gesetzlichen Vorkaufsrecht beträgt die Frist zwei Jahre.

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