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Mieterhöhung bei unveränderter Vergleichsmiete – was tun?

Steht eine Mieterhöhung ins Haus, stellt sich der Mieter oft die Frage: Ist das erlaubt? Besonders, wenn sich die Vergleichsmiete nicht verändert hat und Sie trotzdem eine Mieterhöhung erhalten. Ich, Rechtsanwalt Steffen Radlbeck, helfe Ihnen bei Fragen zum Mietrecht gerne weiter und unterstütze Sie tatkräftig. Ich kenne mich in der Theorie wie in der PRaxis bestens mit den §§ 558–558e BGB aus, die alles zum Thema Mieterhöhung und Regelungen dazu beinhalten.

Die Unterschiede einer Mieterhöhung

Haben Sie eine Mieterhöhung erhalten, müssen Sie darauf achten, um welche Art von Mieterhöhung es sich handelt. Jede hat eigene Regelungen. Man unterscheidet zwischen drei Arten:

  • Indexmiete:

    Bei der Indexmiete bestimmt die generelle Preisentwicklung, wann erhöht wird. Diese Entwicklung errechnet sich aus den Kosten für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland. Einmal im Jahr wird der Preisindex vom Statistischen Bundesamt herausgegeben. So ist für Sie als Mieter klar geregelt, was gilt und was nicht.

  • Vergleichsmiete:

    Bei der Vergleichsmiete schaut man auf ortsübliche Mieten. Eine Mieterhöhung kann aber nur insoweit durchgesetzt werden, als dass die Miete nicht um mehr als 20 % innerhalb drei aufeinanderfolgender Jahre steigen darf. Bei Wohnraumknappheit beträgt die Grenze 15 %. Der Mieter beruft sich bei dieser Variante auf den Mietspiegel, der vergleichbaren Wohnraum mit Ihrem vergleicht.

  • Staffelmiete:

    Bei der Staffelmiete erfolgt die Erhöhung stufenweise. Solch eine Mieterhöhung wird im Voraus vereinbart und kann schon nach 12 Monaten eingereicht werden. Da solch eine Mieterhöhung vertraglich festgelegt wird, haben Sie dieser zu folgen.

Was ist die Vergleichsmiete im Detail?

Die Vergleichsmiete richtet sich nach Wohnraum in der Gemeinde oder Umgebung, der vergleichbar mit Ihrem ist. Oft gibt es einen Mietspiegel für eine Gemeinde oder der Vermieter hat Vergleichswohnungen, die auch ihm gehören. Manchmal kommt es vor, dass der Vermieter sogar ein Sachverständigengutachten dafür aufsetzen lässt. Seltener wird auf die Mietdatenbank, eine Sammlung elektronisch erfasster Mietdaten, verwiesen, um die Mieterhöhung zu begründen. Achten Sie darauf, worauf sich Ihr Vermieter beruft.

Mieterhöhung trotz unveränderter Vergleichsmiete

Hat sich die ortsübliche Vergleichsmiete seit Ihrem Vertragsbeginn nicht verändert, heißt das für Sie leider nicht, dass Ihr Vermieter keine Mieterhöhung verlangen darf. Liegt Ihre Miete unter dem anderer vergleichbarer Wohnungen, kann Ihr Vermieter diese stufenweise an die ortsübliche Vergleichsmiete anpassen. Rechnen sie also immer damit. Geschützt sind Sie dennoch durch die gesetzliche Kappungsgrenze, das heißt Ihre Miete darf nicht mehr als 15–20 % innerhalb von 3 Jahren steigen.

Wie kann ich eine Mieterhöhung ablehnen?

Bei einer Mieterhöhung zur Vergleichsmiete ist immer die Zustimmung des Mieters notwendig. Dafür haben Sie eine Prüfungsfrist von zwei Monaten zur Verfügung. Verweigern Sie die Zustimmung oder reagieren nicht, wird die Erhöhung nichtig und kann vom Vermieter nur durch die Zustimmung des Amtsgerichts eingeklagt werden. Dies ist erfolgversprechend, wenn Ihre Mieterhöhung nicht begründet werden kann. Kommt es zum Prozess, müssen Sie als Mieter Ihre Ablehnung begründen. Auch der Vermieter muss darlegen und beweisen, wie es zu der Mieterhöhung kommt. Eine teilweise Zustimmung kann ebenfalls erfolgen.