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Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer­versammlung

Die Wohnungseigentümerversammlung ist ein Organ, das beschließt, Willen bildet und für die Selbstverwaltung verantwortlich ist. Diese Versammlung wird durch das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geregelt. So beschließt diese Versammlung Angelegenheiten der laufenden Verwaltung der Gemeinschaft. Sie sind in einer solchen Gemeinschaft vertreten und suchen Rat? Als Anwalt für Wohnungseigentumsrecht in Berlin bin ich, Rechtsanwalt Steffen Radlbeck, Ihnen gerne behilflich.

Was ist ein Gemeinschaftseigentum?

Gibt es bei einer Immobilie mehrere Wohnungseigentümer, unterscheidet man grundsätzlich zwischen Gemeinschafts– und Sondereigentum. Gezwungenermaßen ist zum Beispiel das Grundstück Gemeinschaftseigentum. Auch Teile, Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes gehören der Gemeinschaft, außer sie stehen im Sondereigentum eines Dritten. Im Detail spricht man von Gemeinschaftseigentum bei Außenwänden, Dächern, Fundament, Treppenhaus, tragenden Innenmauern, Fenstern, Türen, Aufzügen usw. Auch Anlagen und Einrichtungen wie Heizungen und Leitungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch dienen, gehören zum Gemeinschaftseigentum. Das Sondereigentum sind dann wiederum die dem Wohnungseigentümer zugewiesenen Räume mit dessen Bestandteilen.

Welche Möglichkeiten und Grenzen der Wohnungseigentümerversammlung gibt es?

Als Wohnungseigentümer ist man auf die Wohnungseigentümerversammlung angewiesen und sollte über die Möglichkeiten und Grenzen der Versammlung Bescheid wissen, um seine eigenen Interessen bestens vertreten zu können. Nur so kann man seine Rechte und Pflichten zielorientiert wahrnehmen, in einem Streitfall sachgerecht argumentieren und unnötige Handlungen vermeiden. Bringen Sie Ihre Thematiken immer anhand von konkreten Sachverhalten vor. Achten Sie dabei darauf, dass die Verhältnisse innerhalb von Eigentümergesellschaften sehr komplex sind. Die Interessen sind oft unterschiedlich und gegenläufig. Beschäftigen Sie sich mit der betreffenden Materie, um Sachverhalte in Ihrem Interesse und gerecht zu regeln.

Was ist eine doppelt qualifizierte Mehrheit?

Sind modernisierende Instandhaltungen oder andere Baumaßnahmen am Objekt nötig, braucht man eine doppelt qualifizierte Mehrheit. Dies bedeutet, dass 75 % aller stimmberechtigten Wohnungseigentümer damit einverstanden sein müssen. Dabei gilt: Jeder hat nur eine Stimme, egal wie viele Wohnungen er oder sie besitzt. Außerdem müssen die zustimmenden Eigentümer über mehr als die Hälfte aller Mieteigentumsanteile verfügen.

Was ist eine einfache und qualifizierte Mehrheit?

Bei einem Hausmeisterwechsel, dem Abschluss eines neuen Versicherungsvertrages oder der Veränderung eines Verteilerschlüssels ist es notwendig, eine einfache Mehrheit zu erreichen. Dies bedeutet, dass mehr als 50 % der Anwesenden dem Beschluss zustimmen müssen. Soll Wohnungseigentum entzogen werden, ist eine sogenannte qualifizierte Mehrheit notwendig. Hierfür müssen mehr als 50 % aller Stimmen im gesamten Wohngebäude dafür stimmen. Eine 100 % Zustimmung ist notwendig, wenn man zum Beispiel über das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes entscheidet. Dies nennt man dann Allstimmigkeit. Sie haben weitere Fragen zu Ihrer Wohnungseigentümerversammlung? Gerne berate ich Sie ausführlich.

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